Sonnige Grüße aus der Heidelberger Hoffnungsimkerei!

Das wunderschöne Wetter in den letzten Tag hat mir erlaubt viel Zeit im Bienengarten zu verbringen und zu genießen. Nach dem langen Winter sind die Bienen wieder aktiv. Viele Obstbäume blühen und die Bienen tragen eifrig Nektar und Pollen in den Bienenstock ein. Es ist herrlich hier – keine Menschenmenge, kein Zeitdruck, keine To-Do-Liste, kein Social-Media-Wirrwarr – nur ich und die Natur. Der ganze Lebenszyklus geht unbeirrt weiter. Die Welt ist in Ordnung. Es ist alles wie es sein sollte. Ein leises Summen ist alles, was ich höre. Dann fällt mir auf, dass man den Straßenlärm nicht mehr hört. Das, was ich sonst als Plage in dieser Oase der Ruhe empfinde, ist auf einmal eine brutale Erinnerung daran, dass doch nicht alles in Ordnung ist. Durch das Coronavirus bleibt der Großteil des Verkehrs aus. Der Gedanke reißt mich aus meiner Träumerei.

Sogar im Bienengarten muss ich gestehen, dass nicht alles in Ordnung ist. Auch Honigbienen leiden an Viruserkrankungen. Die meisten werden durch die Varroamilbe übertragen, und sind so weit verbreitet wie das Coronavirus unter den Menschen. Der Imker muss wachsam bleiben und rechtzeitig handeln. Auch dann ist das Überleben nicht garantiert. So ist im letzten Herbst ein Bienenvolk in meinem Bienengarten verstorben. Blitzschnell und ohne Vorwarnung – von einem Tag zum nächsten.

Vom Bienen- und Menschensterben: Wer den spannenden Roman „Die Geschichte der Bienen“ von der norwegischen Schriftstellerin Maja Lunde gelesen hat, wird gleich dieses Szenario erkennen. Auch hier wird der Leser mit einer gefallenen gegenwärtigen Welt konfrontiert, sowie mit einer möglichen dystopischen Zukunft. Der Roman könnte genauso gut heißen „Die Geschichte der Menschen“. Trotzdem bietet der Roman einen Hoffnungsschimmer.
Und so bleibe ich in dieser Zeit der Krise

  • … als Imker optimistisch, dass wir das Bienensterben verhindern können,
  • … als Mensch vertrauensvoll, dass wir das Coronavirus besiegen werden,
  • … und als Christ hoffnungsvoll, dass in jeder Krise unser Glaube uns rettet.

Wer den Roman „Die Geschichte der Bienen“ lesen möchte:

Im Gegensatz zu den üblichen online Buchhandlungen ist Buch7 ein deutsches Sozialunternehmen, das mit dem Gewinn viele tolle soziale Projekte unterstützt!

Ian Macdonald

2 Kommentare zu „Sonnige Grüße aus der Heidelberger Hoffnungsimkerei!“

  1. Danke für den Bestelldienst Buch 7
    Und ich kann jedem nur empfehlen die Geschichte der Bienen zu lesen!!
    Liebe Grüße Elke

  2. Mareike Klaus

    Ich habe einmal eine Freundin besucht, wir saßen in ihrem Garten unterm Kirschbaum beim Kaffeetrinken. Plötzlich hörten wir ein lautes Summen, das irgendwann zu einem regelrechten Summgetöse wurde. Direkt über unseren Köpfen erlebten wir, wie sich ein Bienenvolk teilte und im Kirschbaum über unseren Köpfen niederließ. Ich habe es als einen Lobgesang der Natur empfunden und war als Städterin sehr beeindruckt von diesem Schauspiel. Danke für Deine Eindrücke, die mich daran erinnern!

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