Ich will Frieden geben in eurem Lande

Vor wenigen Tagen, mitten in der Corona-Krise, ist mir in meiner Stillen Zeit ein Wort aus den Herrnhuter Losungen aufgefallen:

Der HERR spricht: „Ich will Frieden geben in eurem Lande, dass ihr schlaft und euch niemand aufschrecke.“

3. Mose 26,6

Ein elektrisierendes Wort mitten in einer düsteren Zeit.
Ein Wort, wie eine Hand, ausgestreckt, um uns aufzuhelfen, zu stützen und zu führen.
Eine Hand, die nichts für sich behält, sondern bereitwillig und gerne gibt und hilft.
Ich weiß noch, dass ich Gott in meinem Herzen zugerufen habe: Nicht nur das Land, Vater, die ganze Welt braucht dich. Wir alle brauchen dein Eingreifen, deinen Frieden, auch in uns.

Die zurückliegenden Tage waren nicht einfach für uns.
Wie Ihr ja wisst, leben wir mit unserer Tochter, dem Schwiegersohn und Max, unserem Enkel, in einem Haus.
Einander aus dem Weg zu gehen funktioniert nicht so einfach.
Wir leben miteinander und nicht nebeneinander her.
Die „Ansteckungsgefahr“ ist also beträchtlich und wir können ihr nicht so, wie wir gerne möchten, ausweichen.

Unsere Tochter (Ruth) arbeitet in einem Seniorenheim. Dort gab es vor einigen Tagen (ca. eine gute Woche) einen sog. Corona-Fall.
Alle Mitarbeiter mussten getestet werden, Ruth auch.
Leider ließ dann das Test-Ergebnis einige Tage auf sich warten.
Doch dann die befreiende Nachricht: Nicht infiziert.

Es waren aufregende Tage und vieles war uns durch den Kopf gegangen: was wäre wenn?
Uns wurde wieder einmal bewusst, wie schnell sich alles ändern kann und wir nichts dagegen tun können.
Wir merken: Diese Krise macht was mit uns, sie verändert uns.
Wie wird unser Land, unsere Stadt und auch wir selbst wohl nach der Krise aussehen?

Auf den Mini-Gottesdienst haben wir uns sehr gefreut und diese kurze Video-Botschaft förmlich aufgesogen.
Wir vermissen Euch alle und wünschen Euch eine bewahrte Zeit.

Bleibt gesund.

Anni und Detlev M.

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