Im familiären Schichtbetrieb

So sieht es zurzeit um 05.45 Uhr bei mir auf der Arbeit aus. Jens und ich arbeiten nun im familiären Schichtbetrieb. Ich geh früh zur arbeit und Jens kann ab Mittag, wenn ich zuhause bin einigermaßen in Ruhe arbeiten.

Die erste Woche hat gut geklappt. Die zweite Woche jetzt geht bei uns schon eher an die Substanz. Kennt ihr dass, wenn man denkt, dass die Kraft die man noch hat, nur noch für einen Freitag reicht und man schockiert feststellt, dass es erst Mittwoch ist?

Die Krise bringt mich persönlich aber auch wieder sehr nah an Gott. Ich bete für unser Klinikpersonal und die Klinikführung auf das sie gesund bleiben und die richtigen Entscheidungen treffen. Bei uns in der Klinik sind wir doch sehr nah am Geschehen und manchmal möchte ich nicht mehr die Krisennachrichten mitbekommen und das obwohl ich „nur“ in der Verwaltung tätig bin.
Ich sorge mich zurzeit auch um meine Familie in der Schweiz. Man fühlt sich machtlos da wir meinen Mutter, Oma , Tanten und Onkel von hieraus zurzeit nicht helfen können.

Heute habe ich mitgeteilt bekommen, dass mein Studium Online weitergeht. Ich bin sehr gespannt, wie das ablaufen wird.

Wisst ihr, ich habe letztens diesen Spruch gelesen:

Stress wird dadurch verursacht, dass du >hier< bist, während du eigentlich >dort< sein möchtest.

Dieser Spruch berührt mich und hilft mir zurzeit. Ich will oft schon „dort“ sein aber ich bin eben gerade im jetzt. Im Alltag hilft dieser Gedanke mir den Stress rauszunehmen.

Wir müssen mit unseren Kräften gut Haushalten, denn es wird eine längere Durststrecke.

Es gibt zurzeit aber auch sehr schöne Momente als Familie und besonders mit den Kindern.

So ein süßes Foto bekomme ich dann zur Arbeit geschickt und dann freue ich mich schon auf den Feierabend.

Außerdem musste ich letztens schmunzeln, als die Gemeindeleitung über Skype sich „getroffen“ hat und Ich finde es gut zu wissen das die Gemeindeleitung sich trotz der Ausnahmesituation sich soviel Gedanken um uns als Gemeinde macht. Danke dafür !

Liebe Grüße

Sarah

1 Kommentar zu „Im familiären Schichtbetrieb“

  1. Liebe Sarah und lieber Jens,
    ich kann mir die Herausforderungen eures familiären Schichtbetriebs sehr gut vorstellen. Gott schenke euch das Durchhaltevermögen und die Kraft, die wirklich bis zum Freitag reicht (und darüber hinaus!). Da werde ich im Gebet auch an euch denken. Liebe Grüße
    Maike

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